Photovoltaikanlagen werden in zwei Arten von Anlagen unterschieden:

  • Inselanlagen: Inselanlagen haben in der Regel keine Verbindung zum öffentlichen Stromnetz. Der erzeugte elektrische Strom wird direkt genutzt. Die nicht gleich benötigte elektrische Energie wird in einem sogenannten Energiespeicher (einem Akku) gespeichert. Durch Inselanlagen können auch abgelegene Häuser mit Strom versorgt werden. (>> mehr)
  • Netzgekoppelte Anlagen: Der erzeugte elektrische Strom wird entweder vollständig oder teilweise dem öffentlichen Stromnetz zugeführt. Man sagt, der Strom wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. (>> mehr)

6 - Photovoltaikanlage - Aufbau Skizze mit Zhlern

 

Netzgekoppelte Anlagen ohne Eigenverbrauch

Der Solarstrom wird vollständig in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Das öffentliche Stromnetz ist so groß, dass es immer einen Verbraucher gibt, der den elektrischen Strom nutzen kann. Somit ist keine Speicherung der Energie notwendig. Die im Haushalt genutzte elektrische Energie stammt aus dem öffentlichen Stromnetz und wird von einem Bezugszähler erfasst.

Netzgekoppelte Anlagen mit Eigenverbrauch

Diese Photovoltaikanlagen entsprechen einer Kombination aus netzgekoppelter Anlage und Inselanlage. Die erzeugte elektrische Energie wird direkt genutzt. Überschüssige, nicht genutzte Energie, wird in einem Akku gespeichert. Reicht der eigens produzierte Solarstrom nicht aus, wird zusätzlich Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen.

 

Verkaufter und selbst genutzter Strom wird gezählt

6 - Photovoltaikanlagen - Netzgekoppelt StromzhlerWenn man elektrischen Strom aus dem öffentlichen Stromnetz  nutzen möchte, so muss man dafür Geld bezahlen. Wenn man jedoch Solarstrom selbst erzeugt und diesen in das öffentliche Stromnetz einspeist, bekommt man dafür Geld. Es muss also genau erfasst werden, wie viel elektrische Energie aus dem öffentlichen Stromnetz genutzt wird und wie viel eingespeist wird. Diese Aufgabe wird von folgenden Stromzählern übernommen: (>> mehr)

  • Einspeisezähler: Der Einspeisezähler misst die Menge der erzeugten Energie, die in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Dementsprechend erhält man von dem Netzbetreiber Geld. (>> mehr)
  • Bezugszähler: Der Bezugszähler erfasst die Energiemenge, die aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird. Dementsprechend muss man dem Netzbetreiber Geld zahlen. (>> mehr)
  • Zweirichtungszähler: Bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen mit Eigenverbrauch wird meist ein Zweirichtungszähler verwendet. Der Zweirichtungszähler stellt eine Kombination aus Bezugszähler und Einspeisezähler dar. Das heißt, er misst sowohl die aus dem Stromnetz bezogene Energiemenge als auch die eingespeiste Energiemenge. (>> mehr)
  • Produktionszäher (oder Ertragszähler): Der Produktionszähler erfasst die gesamte Energiemenge, die von der Photovoltaikanlage erzeugt wird. Ein Produktionszähler ist insbesondere bei netzgekoppelten Photovoltaikanlagen mit Eigenverbrauch sinnvoll, wenn die ins Stromnetz eingespeiste Energiemenge nicht der produzierten Energiemenge entspricht. (>> mehr)

 

Netzgekoppelte Photovoltaikanlagen speisen den produzierten Solarstrom vollständig oder teilweise in das öffentliche Stromnetz ein. Ein Einspeisezähler erfasst die genaue Menge in Kilowattstunden (kWh).

 

 

Quellen:
F. Kliche, I. Draeger (2011): Schulpacket Solarsupport – Sekundarstufe, 2. Auflage, Unabhängiges Institut für Umweltfragen, Berlin
V. Wesselak, S. Voswinckel (2012): Photovoltaik – Wie Sonne zu Strom wird, Springer Verlag, Berlin Heidelberg
S. Karamanolis (2009): Photovoltaik: Schlüsseltechnologie der Solarenergie, E. Karamanolis Verlag, Weilheim

http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaikanlage#Netzgekoppelte_Anlage
http://www.elektro-illi.ch/kompetenzen/photovoltaik/hintergrundinfo.html
http://www.photovoltaiksolarstrom.de/photovoltaiklexikon/bezugszaehler

Erklärung der vielen einzelnen Komponenten einer Photovoltaikanlage

Dauer:          5:19

Herausgeber: EWS GmbH & Co. KG


Photovoltaikanlage Katzenbach

Es gibt netzgekoppelte Photovoltaikanlagen ohne Eigenverbrauch und mit Eigenverbrauch. (>> mehr)


Der Energieertrag

Der Energieertrag einer PV-Anlage ist die gesamte elektrische Energie, die in einem bestimmten Zeitraum erzeugt wurde. 

Die elektrische Energie wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen.


Einspeisezähler

erfassen in Kilowattstunden (kWh) wie viel elektrische Energie der PV-Anlage ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. (>> mehr)


Bezugszähler

erfassen in Kilowattstunden (kWh) wie viel elektrische Energie aus dem öffentlichen Stromnetz bezogen wird. (>> mehr)


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