Im Jahr 2000 wurde das sogenannte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom deutschen Bundestag beschlossen. Dieses Gesetz regelt die Abnahme und die Vergütung von elektrischem Strom, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Das EEG garantiert den Besitzern einer Photovoltaikanlage für die nächsten 20 Jahre, dass ihr Solarstrom vom Betreiber des öffentlichen Stromnetzes abgenommen wird und dass der Besitzer der Photovoltaikanlage dafür einen festen Geldbetrag erhält. In dem Gesetz ist genau festgelegt, wie viel Geld für eine kWh Solarstrom gezahlt wird. Die Höhe dieser Vergütung hängt vom Baujahr der Anlage ab und davon, wie groß die Leistung der Anlage ist. Eine Anlage, die ein Jahr später errichtet wurde, erhält nur noch eine geringere Vergütung (siehe Tabelle).

 

Vergütung von Solarstrom in Ct/kWh (Cent pro Kilowattstunde)

PV-Anlagengröße 2008 2009 2010 2011 2012
 0 - 30 kWp  46,75  43,01
 39,14
 28,74  24,43
 30 - 100 kWp  44,48  40,91
 37,23
 27,33  23,23
 100 - 1.000 kWp  43,99  39,58
 35,23
 25,86  21,98
 über 1.000 kWp  43,99  33,00  29,37  21,56  18,33

 

 

Private Photovoltaikanlagen

"Kleine" private Photovoltaikanlagen auf Häuserdächern haben meistens eine Leistung zwischen drei und zehn kWp (Kilowattpeak). Somit ist die Leistung einer typischen privaten Anlage kleiner als 30 kWp. Wenn eine solche Anlage im Jahr 2008 an das öffentliche Stromnetz angeschlossen wurde, erhält der Besitzer der Anlage 20 Jahre lang eine Vergütung von 46,75 Cent, für jede erzeugte Kilowattstunde.

 

Große Photovoltaikanlagen

Die Vergütung des Solarstroms aus größeren Photovoltaikanlagen ist gestaffelt. Besitzer von Photovoltaikanlagen mit Baujahr 2008, die eine größere Leistung als 30 kWp haben, erhalten für die ersten 30 kWp eine Vergütung von 46,75 Ct/kWh. Was darüber hinausgeht wird mit 44,48 Ct/kWh vergütet. Der Teil über 100 kWp nur noch mit 43,99 Ct/kWh.

 

Warum wurde das EEG eingeführt?

Das EEG hat das Ziel den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Es soll somit dem Klimaschutz dienen und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (wie z.B. Erdöl, Erdgas oder Kohle) verringern. (>> mehr)

Das EEG legt seit dem Jahr 2000 eine gewisse Einspeisevergütung für elektrischen  Strom aus erneuerbaren Energien fest. Diese Einspeisevergütung ist höher als der Preis für Haushaltsstrom. Erst durch diese hohe Vergütung wurden Photovoltaikanlagen lohnenswert, die im Jahr 2000 noch sehr teuer waren. Es wurden immer mehr Photovoltaikanlagen errichtet. Wegen der hohen Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, kam es zu einer Massenproduktion. Durch diese Massenproduktion haben sich die Kosten für Photovoltaikanlagen stark reduziert  (in den ersten 10 Jahren sind die Kosten um etwa 70 % gesunken). Als Reaktion auf die gesunkenen Kosten, wurde auch die Einspeisevergütung für Solarstrom in den letzten Jahren stark gesenkt. Doch wegen den heutzutage so geringen Kosten für Photovoltaikanlagen, ist eine PV-Anlage auch noch bei einer geringeren Einspeisevergütung, lohnenswert. (>> mehr)

 

In dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist genau festgelegt, wie viel Geld der Besitzer einer Photovoltaikanlage für eine kWh Solarstrom erhält. Die Höhe der Vergütung hängt vom Baujahr der Anlage ab und davon, wie groß die Leistung der Anlage ist.

 

Quellen:
F. Kliche, I. Draeger (2011): Schulpacket Solarsupport – Sekundarstufe, 2. Auflage, Unabhängiges Institut für Umweltfragen, Berlin
S. Karamanolis (2009): Photovoltaik: Schlüsseltechnologie der Solarenergie, E. Karamanolis Verlag, Weilheim
K. Mertens (2013): Photovoltaik - Lehrbuch zu Grundlagen, Technologie und Praxis, 2. neu bearbeitete Auflage, Carl Hanser Verlag, München

Transferstelle Bingen (2006): Rationelle und Regenerative Energienutzung, C.F. Müller Verlag, Heidelberg
D. Cieplik (2005): Erlebnis Naturwissenschaft Physik 3, Ausgabe für Baden-Württemberg, Schroedel Verlag GmbH, Braunschweig

Erneuerbare Energien Gesetz

Das EEG legt fest, wie viel Geld der Besitzer einer Photovoltaikanlage für eine kWh Solarstrom erhält. (>> mehr)

Der Solarstrom einer privaten PV-Anlage mit Baujahr 2012 und einer Leistung von unter 30 kWp wird z.B. mit 24,43 Cent pro kWh (Kilowattstunde) vergütet.


Energieertrag

Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1 kWp erzeugt im Jahr etwa 1.000 kWh (Kilowattstunden) elektrische Energie. Eine PV-Anlage mit 30 kWp Leistung erzeugt demensprechend 30.000 kWh elektrische Energie. (>> mehr)


Solarstrom wird immer günstiger


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